[39 = N I 3c. 1878 — Juli 1879]

39[1]

Litterat<ur>.

Character fälschlich aus Werken erschlossen. Diese aber nach dem künstl<erisch> Wirkungsvollsten.

Auch der Künstler irrt sich leicht über sich.

Aber allmählich verändert sich sein Wesen nach seinen Lieblingsgebilden.

39[2]

Winckelmann Goethe ist von der Cultur aufgesaugt: deshalb erscheint es leer für uns.

39[3]

Lust am Zwange, immer neues Sich-binden bei den Griechen.

Homer unter dem Zwange alter Technik.

39[4]

Metrischer Zwang.

Naturfehler des Epos, der einzelnen Gattungen.

39[5]

Thracier machen den Übergang zur Wissenschaft am ersten: Democrit Protagoras Thukydides.

39[6]

Ansätze zu neuen Gattungen, absterbend.

Abgelehnte Themata, Auswahl.

39[7]

Vergröberung der Kunst im Drama.

39[8]

Zu lesende Bücher:

Taine, Frankreich v<or> der Revolution.

Lenormant, Phoenizien usw.

Gutschmid, neue Beiträge zur Assyriologie.

Duncker, Geschichte, erster Band.

Doehler, Hadrian usw. (Halle).

Reumont, Cosimo.

Reumont, Geschichte Toscana’s.

Stern, Milton und <seine> Zeit.

Villari, Machiavell übersetzt Mangold.

Petrarca, Geiger.

Baudissin, Studien.

Schack, spanisches Theater.

— über den Islam?

E. Schérer, études litteraires.

Ambros III Band (Renaissance bis Palestrina).

Peschel, Völkerkunde.

Renan usw.

39[9]

Aus zwei Augen sehen — δὶς τὸ καλόν.

39[10]

Ein gewähltes Wort will seinen Hofstaat von Worten um sich und sein Arom (Parfum).

39[11]

Zeitalter des Erkennens um der Seele Ruhe und Freude zu geben.